Faschingsfest in der Waldschule (Klanggeschichte)

„Faschingsfest in der Waldschule“  ist eine Klanggeschichte. Immer wenn in der Geschichte ein bestimmtes Wort erwähnt wird, kann der jeweilige Klang auf den entsprechenden Instrumenten gespielt werden.

Hier sind Vorschläge für die einzelnen Klänge. Natürlich könnt ihr aber auch mit den Kindern zusammen eigene Klänge entwickeln.

Faschingsfest:
Rassel

Löwen:
Schüttelei/Schellenband

Elefant:
Tröte/Kazoo

Giraffe:
Kastagnetten

Pinguin:
Trommel

alter Fuchs:
Gitarre (evtl. selbstgebaut mit Kiste und Gummiband)

alle:
alle Instrumente spielen gleichzeitig

Faschingsfest in der Waldschule (Klanggeschichte)

Eine Klanggeschichte von Julia Krenz

Heute feiern die Tiere der Waldschule ein Faschingsfest. Alle haben sich verkleidet. Die beiden Mäuse sind heute als Löwen gekommen. Das Eichhörnchen ist ein Elefant und sein Freund, das Kaninchen, ein Pinguin. Sie alle sind schon an der Schule angekommen, als sich auch der Igel aus seinem Laubhaufen wühlt und zum Faschingsfest rennt. Er hat verschlafen und musste dann noch sein Giraffenkostüm suchen, da er nicht mehr wusste, wohin er es vor dem Winter gelegt hatte.

Als auch die Giraffe an der Schule ankommt, ist das Faschingsfest schon in vollem Gange. Die Löwen stürmen auf die Giraffe zu und geben ihr einen Nasenstüber zur Begrüßung. Der Pinguin winkt ihr zu. Er tanzt zur Musik, die der Lehrer, der alte Fuchs, aus seiner Gitarre zaubert. Und wo ist der Elefant? Der schwingt sich von Ast zu Ast und wirft Blätterkonfetti hinunter auf die Löwen, die Giraffe und den Pinguin. Selbst der alte Fuchs muss sich ein paar Blätter vom Kopf schütteln. Doch heute lächelt er nur und spielt weiter. Ein bisschen Spaß gehört zu einem guten Faschingsfest mit dazu. Und natürlich auch leckeres Essen und Spiele.

So verbringen alle eine schöne Zeit, bis der alte Fuchs irgendwann das Abschiedslied anstimmt. Das Faschingsfest ist zu Ende und alle Tiere gehen wieder nach Hause. Der Elefant hüpft leichtfüßig von Ast zu Ast und kriecht in seinen Kobel. Der Pinguin hoppelt zu seinem Bau und die beiden Löwen trippeln in die andere Richtung zu ihrem Eingangsloch. Und auch die Giraffe kuschelt sich wieder in ihren Laubhaufen. Nur der alte Fuchs ist in der Schule geblieben. Er räumt die Reste des Faschingsfestes auf und freut sich auf einen ruhigen Abend im Mondschein.

Drei Spatzen (Klanggedicht)

„Drei Spatzen“ ist ein Klanggedicht, frei nach dem Text „Die drei Spatzen“ von Christian Morgenstern. Immer wenn im Text ein bestimmtes Wort erwähnt wird, kann der jeweilige Klang auf den entsprechenden Instrumenten gespielt werden. Mit dem gleichen Text gibt es auch eine Fassung als Fingerspiel. Statt der Klänge werden Bewegungen eingesetzt.

Hier sind Vorschläge für die einzelnen Klänge. Natürlich könnt ihr aber auch mit den Kindern zusammen eigene Klänge entwickeln.

Zahl (1, 2, 3):
Klanghölzer (Anzahl der Schläge entsprechend der Zahl)

Strauch:
Boomwhackers (2 Schläge)/
mit den Händen die Beine entlangstreichen und dabei aufrichten, dann nacheinander Arme ausstrecken und gleichzeitig 2x stampfen

schneit`s:
Schellenband/kleine Glöckchen

kalt/frier`n:
Schüttelei (je weniger kalt, desto leiser)

fliegt:
Vogelwasserpfeife/
Blockflötenkopf unten abdecken und öffnen

Komm schnell zu mir:
4 Schläge Trommel, Akzent auf letztem Schlag

Drei Spatzen (Klanggedicht)

von Julia Krenz, nach einem Gedicht von Christian Morgenstern

Ein kleiner Spatz sitzt in `nem Strauch.
Von oben schneit`s und kalt ist`s auch.
Da fliegt ein and`rer Spatz vorbei.
Komm schnell zu mir, dann sind wir zwei!“
Der and`re Spatz fliegt zu ihm her.
Zu zweit frier`n sie nicht gar so sehr.

Zwei Spatzen sitzen in `nem Strauch.
Von oben schneit`s und kalt ist`s auch.
Da fliegt ein and`rer Spatz vorbei.
Komm schnell zu uns, dann sind wir drei!“
Der and`re Spatz fliegt zu ihn`n her.
Zu dritt frier`n sie jetzt kaum noch mehr.

Drei Spatzen sitzen in `nem Strauch.
Von oben schneit`s und kalt ist`s auch.

Der Hirtenjunge David: Eine musikalische Weihnachtsgeschichte

 

Der Hirtenjunge David
Eine musikalische Weihnachtsgeschichte

Musik und Text: Julia Krenz
Erschienen im fornota Verlag

Printversion
Edition fornota 27a
ISMN: 979-0-700364-56-4
Preis: 7,95 €

eBook
Edition fornota 27a
ISMN: 979-0-700364-57-1
Preis: 2,99 €

Maria und Josef sind auf dem Weg nach Bethlehem, um sich dort zählen zu lassen. Dummerweise sind sie ziemlich spät dran und die Stadt ist schon voll. Wie gut, dass sie den Hirtenjungen David treffen. Er bietet sofort seine Hilfe an, obwohl er damit jede Menge Ärger riskiert. Doch das ist nicht das einzige Aufregende in dieser Nacht…

In „Der Hirtenjunge David“ wird die klassische Weihnachtsgeschichte aus der Sicht des Hirtenjungen David erzählt. Passende Lieder und Instrumentalstücke runden die Geschichte ab. Die Ausgabe umfasst die Geschichte und die Noten der Lieder (mit Akkordsymbolen).  Aufnahmen von allen Musikstücken und Liedern findet ihr weiter unten und auf SoundCloud.

Von der Geschichte gibt es auch eine Bühnenfassung. Das gleichnamige Singspiel ist im fornota Verlag unter der Nummer Edition fornota 27 (ISMN: 979-0-700364-48-9) erschienen.

Musik:

















Süßes oder Saures (Klanggeschichte)

„Süßes oder Saures“ ist eine Klanggeschichte. Immer, wenn in der Geschichte ein bestimmtes Wort erwähnt wird, kann der jeweilige Klang auf den entsprechenden Instrumenten gespielt werden.

Hier sind Vorschläge für die einzelnen Klänge. Natürlich könnt ihr aber auch mit den Kindern zusammen eigene Klänge entwickeln. Oder ihr erzählt die Geschichte (ohne Klänge) als Einführung für mein Lied „Süßes oder Saures“.

Gespenst:
Kleine Glöckchen und/oder „hui“ flüstern

Vampir:
Klanghölzer/klatschen

Kürbis:
Trommel/stampfen

erschrecken:
Schüttelei und/oder „buh“ sagen

Halloween:
alle Instrumente zusammen

Süßes oder Saures:
Sprechgesang

Süßes oder Saures

Eine Klanggeschichte von Julia Krenz

Heute war Halloween. Schon den ganzen Nachmittag über liefen Laura und Lukas unruhig herum, immer mit dem Blick zum Fenster. Ihre Kostüme lagen griffbereit auf dem Bett. Endlich wurde es dämmrig: Geisterzeit.

Lukas hing sich seinen schwarzen Umhang um und steckte sich die langen weißen Zähne in den Mund. Dazu malte Laura ihm noch mit roter Farbe ein paar Blutstropfen ins Gesicht. Fertig war seine Verkleidung als Vampir. Auch Laura schlüpfte in ihr Kostüm, ganz vorsichtig, damit sie die weiße Farbe in ihrem Gesicht nicht verschmierte. Dann umrandete sie mit einem schwarzen Stift ihre Augen und ihren Mund. Und schon standen ein gefährlicher Vampir und ein gruseliges Gespenst im Flur.

„Papa, wir gehen los!“, rief Laura.

„Ist okay“, antwortete Papa. Als er in den Flur kam, schrie er erschrocken auf. „Ah, was ist das? Wo sind meine Kinder hin? Ich sehe nur ein Gespenst und einen Vampir. Was habt ihr mit ihnen gemacht?“

Lukas lachte. „Wir sind`s doch, Papa. Sehen wir gruselig aus?“

„Aber so was von“, bestätigte Papa und wünschte ihnen viel Spaß.

Laura und Lukas nahmen ihre Stoffbeutel und gingen los. Ihre kleine Schwester Anna fürchtete sich immer ein wenig an Halloween. Sie blieb lieber mit Papa zu Hause.

Auf der Bank vor dem Haus stand ein großer Kürbis, in den sie zusammen ein schauriges Gesicht geschnitzt hatten. Er leuchtete in vielen verschiedenen Farben. Lukas grinste dem Kürbisgesicht zu und folgte dem verkleideten Gespenst zum Nachbarhaus. Dort standen sogar zwei Kürbisse beim Eingang, einer auf jedem Torpfosten, und an den Fenstern hingen Gespenster, Vampire, Hexen und Fledermäuse.

„Oh toll“, freute sich Laura. „Die haben bestimmt was für uns.“

Sie klingelte. Als die Haustür aufging, riefen sie Süßes oder Saures. Die Nachbarin lachte und füllte ihnen jeweils eine Handvoll Süßigkeiten in den Beutel.

Etliche Häuser und drei Straßen weiter waren ihre Taschen schon ziemlich schwer geworden.

„Komm, wir klingeln nur noch bei denen und gehen dann nach Hause“, schlug Lukas vor und zeigte auf das Haus am Ende der Straße. „Bei mir passt kaum noch was rein.“

„Okay“, stimmte Laura zu und drückte auf den Klingelknopf. Sie warteten, doch niemand öffnete. Nur die Gardine am Fenster neben der Tür schien sich leicht zu bewegen.

„Vielleicht haben sie es nicht gehört“, vermutete Laura und klingelte noch einmal.

Die Türklingel war bis nach draußen zu hören, doch die Tür blieb verschlossen. Dafür ging das Licht im Erdgeschoss aus.

„Die wollen uns nichts geben“, stellte Lukas entrüstet fest. „Dann ist jetzt wohl Saures fällig!“

„Saures?“, fragte Laura. „Was meinst du denn?“

„Na, es heißt doch Süßes oder Saures. Und wenn sie uns nichts Süßes geben wollen, werden sie schon sehen, was sie davon haben.“ Lukas grinste. Mit den Vampirzähnen sah er richtig gefährlich aus.

Laura schaute ihren Bruder erschrocken an. „Was hast du vor? Du kannst doch nicht …“

„Keine Sorge“, beruhigte Lukas das kleine Gespenst. „Ich will sie nur ein bisschen ärgern. Wir schleichen uns ans Fenster, klopfen, und wenn sie schauen, dann erschrecken wir sie und rennen weg.“

Sie stiegen über die niedrige Begrenzungsmauer und schlichen die Einfahrt entlang. Als sie die Mülltonnen an der Hauswand erreichten, schrie Lukas erschrocken auf. Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein riesiger Kürbis vor ihnen.

„Was habt ihr hier zu suchen?“, fragte der Kürbis mit dunkler Stimme.

Laura klammerte sich an ihren Bruder, dem auch etwas mulmig zumute war.

Da nahm der Kürbis seinen Kopf ab und klemmte sich das Kürbisgesicht unter den Arm. Die Geschwister sahen, dass ein junger Mann vor ihnen stand.

„Also, was macht ihr hier?“, wiederholte der Kürbismann seine Frage.

„Wir …, wir …, also, wir wollten doch nur … ein bisschen erschrecken“, stammelte Lukas. „Wir haben nichts gekriegt und da …, da dachten wir …“

„Und da dachtet ihr, ihr schleicht euch einfach mal so auf ein fremdes Grundstück? Dass es vielleicht einen Grund gibt, wenn jemand nicht öffnet, daran habt ihr nicht gedacht?“

Betreten schauten Laura und Lukas zu Boden. Der Kürbismann fuhr jetzt etwas freundlicher fort. „Naja, ihr konntet es ja auch nicht wissen. Aber für meinen Vater ist Halloween kein schöner Tag. Heute ist der Todestag meiner Mutter. Da hat er keine Lust auf Gespenster und Vampire.

„Das tut uns leid.“ Lukas fand als Erster seine Sprache wieder.

Laura kramte in ihrem Beutel und zog eine Tafel Schokolade heraus. „Mag Ihr Vater so etwas?“ Sie hielt dem Kürbismann die Packung entgegen.

Der Kürbismann lächelte. „Das ist eine schöne Idee. Tut es einfach in den Briefkasten. Dann hat mein Vater morgen mal eine angenehme Überraschung. Außerdem muss ich jetzt los. Ich hab nämlich noch was vor.“

Damit setzte sich der Kürbismann wieder sein Kürbisgesicht auf den Kopf und begleitete die Geschwister zur Straße. Dort winkte er ihnen noch einmal zum Abschied zu und verschwand in der Dunkelheit.

Laura steckte die Schokolade in den Briefkasten und hängte sich den schweren Beutel über die Schulter. „Komm, fliegen wir nach Hause“, sagte sie zu dem Vampir.

„Alles klar, du Gute-Fee-Gespenst.“ Lukas grinste. „Das war ein tolles Halloween. Ganz viel Süßes und zum Schluss sogar noch Saures für uns.“