Süßes oder Saures (Spielidee)

Passend zum Refrain meines Liedes „Süßes oder Saures“ habe ich eine Spielidee (Klanggeschichte mit Lied und Instrumenten) für euch. Ihr findet sie unten auf der Seite.

Benötigte Instrumente:
Klingende Stäbe/Boomwhackers
Schütteleier
Klanghölzer
Glockenspiel
Trommel

Ein paar Kinder laufen als Geister durch den Raum. Ein Kind wartet in einem Reifen/auf einem Kissen (=Haus) auf die Geister. Glockenspiel und Trommel stehen beim Haus. Sie werden zuerst vom Haus-Kind und bei der Antwort der Geister von einem Geist gespielt. Die restlichen Kinder sind Chor und Orchester und singen bzw. spielen Instrumente.

Spielidee

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Das kleine Fischlein (Klanggeschichte)

„Das kleine Fischlein“ ist eine Klanggeschichte. Immer wenn in der Geschichte ein bestimmtes Wort erwähnt wird, kann der jeweilige Klang auf den entsprechenden Instrumenten gespielt werden.

Hier sind Vorschläge für die einzelnen Klänge. Natürlich könnt ihr aber auch mit den Kindern zusammen eigene Klänge entwickeln.

Fischlein:
Guiro

König:
Trommel

Fest:
alle

nein:
Rassel

Meerjungfrau:
Kleine Glöckchen

Das kleine Fischlein

Eine Klanggeschichte von Julia Krenz

Das kleine Fischlein döste im Korallenriff, als es plötzlich hin- und hergeschaukelt wurde. Was war denn los? Kam etwa ein großer Räuberfisch? Erschrocken riss es die Augen auf. Ein Räuberfisch war nicht zu sehen. Aber sein Schwarm war auch nur noch in der Ferne zu erkennen.
Schnell schwamm das kleine Fischlein seiner Gruppe hinterher. „Wo wollt ihr denn hin?“, japste es, als es den ersten Fisch erreichte.
„Wir wurden gerufen“, antwortete der Blaugezackte. „Der Bote des Königs möchte uns etwas verkünden.“

Seite an Seite schwammen sie zum Boten. Er stand erhöht am Rand des Riffs und wartete, bis sich alle Fische vor ihm versammelten hatten. Dann hielt er ein großes Blatt in die Höhe und begann zu sprechen: „Hört, was ich euch mitzuteilen habe. Der König feiert ein Fest und lädt euch alle dazu ein. Kommt heute Nacht zum alten Schiff. Dort erwartet euch ein prachtvolles Ereignis.“ Der Bote des Königs rollte das Blatt zusammen, drehte sich um und schwamm mit flinken Schwüngen davon.
„Oh toll, ein Fest!“, freute sich das Fischlein. „Ich wünschte, es wäre schon Nacht. Dann könnten wir direkt losschwimmen.“
„Du willst so zum Fest gehen?“, wunderte sich der Blaugezackte. „Nein, zum Fest des Königs braucht man ein prächtiges Schuppenkleid. So bist du viel zu blass.“ Damit schwamm der Blaugezackte davon.
Traurig sah das Fischlein an sich hinunter. Ja, es stimmte. Sein Schuppenkleid war wirklich nicht besonders strahlend. Aber das hatte doch sonst auch keinen gestört.
Da wuselten die grünen Zwillinge vorbei. „Sollen wir zusammen zum Fest gehen?“, fragte das Fischlein.
Die Zwillinge sahen sich an und schüttelten den Kopf. „Du kannst doch so nicht zum Fest gehen. Nein, zum Fest des Königs braucht man ein prächtiges Schuppenkleid. So bist du viel zu blass.“
Das kleine Fischlein fragte noch viele Fische, doch immer bekam es die gleiche Antwort. „Nein, du bist viel zu blass. Nein, so kannst du nicht gehen. Nein, du hast doch gehört, es soll prachtvoll werden. Nein, nein, nein!“

Traurig schwamm das kleine Fischlein nach Hause zurück und verkroch sich in den Korallen. Es versuchte, nicht auf die anderen Fische zu achten, die sich auf das Fest vorbereiteten. Als es dämmerte, machte sich ein Fisch nach dem anderen auf den Weg. Nur das kleine Fischlein blieb zurück.

Da wurden plötzlich die Korallen zur Seite gebogen und eine helle Stimme fragte: „Kleines Fischlein, warum sitzt du hier so traurig?“
Das kleine Fischlein staunte. Eine Meerjungfrau schaute zu ihm herein.
„Warum bist du nicht auf dem großen Fest des Königs, so wie alle anderen Fische?“, erkundigte sie sich.
„Weil ich nichts anzuziehen habe“, antwortete das kleine Fischlein leise. „Alle sagen: ‚Nein, so kannst du nicht gehen. Du bist viel zu blass!‘“
„Das verstehe ich nicht“, wunderte sich die Meerjungfrau. „Du hast doch so viel Freude und so viele Träume in dir. Wie kann man da blass sein?“
Nachdenklich schwamm die Meerjungfrau um das kleine Fischlein herum. „Ich habe eine Idee. Ich helfe dir, dein Inneres für andere sichtbar zu machen. Bist du dazu bereit?“
Das kleine Fischlein nickte.
„Dann schließe die Augen“, bestimmte die Meerjungfrau, „und denke an deine Träume und an alles, das dir Freude bereitet.“

Das kleine Fischlein schloss die Augen. Sofort war es erfüllt von bunten Farben und Klängen, die es wie eine warme Decke umhüllten.
„Und jetzt öffne die Augen und schau dich an.“ Die Meerjungfrau hielt dem Fischlein einen Spiegel entgegen, in dem ein wunderschön glitzernder und funkelnder Fisch zu sehen war.
Das kleine Fischlein sah sich staunend an. Es leuchtete in allen Regenbogenfarben. „Wow! So ein schönes Schuppenkleid habe ich ja noch nie gesehen!“, strahlte es.
„Das bist du“, sagte die Meerjungfrau. „Es war alles in dir. Ich habe es nur sichtbar gemacht.“
Das Fischlein drehte und wendete sich und tanzte vor Freude. Doch als es sich bei der Meerjungfrau bedanken wollte, war diese verschwunden. Und mit ihr der Spiegel. Nur das Wasser schimmerte noch ein bisschen an der Stelle, an der sie gestanden hatte.
Das kleine Fischlein lächelte und machte sich rasch auf den Weg zum alten Schiff. Nun konnte es doch noch zum Fest des Königs gehen.

Malvorlage

Vielleicht möchten eure Kinder ja auch eigene Fische gestalten. Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Wie das Fischlein wohl nach der Verwandlung aussehen mag?

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Der Osterhas war wieder da (Geschichte)

„Der Osterhas war wieder da“ passt inhaltlich zum gleichnamigen Lied und kann auch als Klanggeschichte verwendet werden.

Hier sind Vorschläge für die einzelnen Klänge. Natürlich könnt ihr aber auch mit den Kindern zusammen eigene Klänge entwickeln.

Ei:
Schüttelei

versteckt/Versteck:
Klanghölzer

Osterhase/Osterhas:
Schellenband

Der Osterhas war wieder da

Eine Ostergeschichte von Julia Krenz

„Der Osterhas war wieder da!“, rief Laura ihren Geschwistern zu. „Ihr könnt rauskommen!“
Anna stieß die Tür des Gartenhäuschens auf und stürmte hinaus. Lukas folgte etwas langsamer. Er musste sich schon bücken. Im Stehen passte er nicht mehr durch die Tür, und eigentlich war er auch nur noch selten im Spielhäuschen. Heute hatte er sich aber von der Begeisterung seiner kleinen Schwestern anstecken lassen. Schließlich war morgen Ostern.
„Ich hab was, ich hab was!“ Anna hüpfte von einem Bein auf das andere und hielt einen Sandeimer in die Höhe.
„Boah, ein ganzes Osternest!“, staunte Lukas und kam näher. „Wo war das denn?“
„Das war dort hinter dem Strauch. Hast du auch schon was?“ Anna wartete Lukas` Antwort gar nicht ab und suchte weiter. Sie sah fast aus wie ein Hund, wie sie auf allen vieren über den Rasen krabbelte und die Zweige der Sträucher zur Seite schob.
Laura schmunzelte. Anna suchte meistens an den Orten, an denen vorher schon etwas versteckt gewesen war. Aber dieses Mal hatte sie sich ein paar neue Verstecke einfallen lassen, wie zum Beispiel …
Lukas folgte ihrem Blick und grinste. „Komm, Anna, wir gucken mal dort drüben. Beim Baum waren wir noch nie.“
Anna rappelte sich auf und rannte zu ihrem Bruder, der zum Nussbaum gegangen war. Und tatsächlich: Gut versteckt im hohen Gras lag ein Tennisball.
„Ein Ei, du hast ein Ei gefunden!“, jubelte Anna. „Oh, und da ….“ Anna hob ihr geliebtes Stoffschaf hoch und drückte es an sich. „Der Osterhase hat mir ein Schaf gebracht.“
„Ihr habt doch noch gar nicht alles gefunden“, drängelte Laura. „Guckt doch mal im Sandkasten!“
„Pst, das darfst du doch nicht verraten!“, beschwerte sich Lukas. „Was bist du denn für ein Osterhase?“

Während Anna und Lukas ein Springseil im Sandkasten ausgruben und auch die Schachtel mit der Malkreide entdeckten, saß Laura auf der Bank und stellte sich vor, wie sie morgen zusammen suchen würden. Das Sandförmchen, das unten an der Bank versteckt war, wäre ein Schokohase, und der Wasserball hinter dem Spielhaus ein Osterkörbchen mit bunten Eiern, zwischen denen ein kleines Schokoei lag. Das war eine so wunderbare Vorstellung, dass Laura in der darauffolgenden Nacht den gleichen Traum noch einmal träumte. Doch als sie gerade das rotglänzende Papier des Schokoeies abwickeln wollte, rüttelte plötzlich jemand an ihrer Schulter.
„Laura, Laura, bist du wach?“
Laura öffnete die Augen einen Spalt breit und sah Anna, die vor ihrem Bett stand und ihr Stoffschaf fest an sich gedrückt hielt. Stimmt, sie lag ja im Bett und hatte geträumt. Schade, das Schokoei hatte so gut ausgesehen. Aber, Moment mal. Wenn sie grad geschlafen hatte, dann bedeutete das ja, dass heute Ostersonntag war. Und dann könnten sie sich gleich wirklich auf die Suche machen. Doch da krachte es draußen und im nächsten Moment lag Anna neben ihr im Bett.
„Wie sollen wir denn da suchen?“, jammerte sie. „Bei Gewitter können wir doch nicht raus. Und es wird alles nass. Das ist doch dann nur noch Matsche!“
Laura legte ihrer jüngeren Schwester tröstend die Hand auf den Arm.
Da steckte Lukas den Kopf zur Tür herein. „Guckt mal, was ich grad auf dem Flur entdeckt habe.“ Er holte ein buntes Ei hinter dem Rücken hervor.
„Der Osterhase hat hier drinnen versteckt!“, jubelten seine Schwestern.
Noch vor dem Frühstück hatten sie drei Schokohasen, viele bunte Eier, Schokoriegel und Bonbons gefunden. Und eine Pralinenpackung, die der Osterhase bestimmt für Mama und Papa dagelassen hatte.
Doch wie hatte er es überhaupt geschafft, ins Haus zu kommen?
„Das weiß wohl nur der Osterhase“, schmunzelte Mama.

Faschingsfest in der Waldschule (Klanggeschichte)

„Faschingsfest in der Waldschule“  ist eine Klanggeschichte. Immer wenn in der Geschichte ein bestimmtes Wort erwähnt wird, kann der jeweilige Klang auf den entsprechenden Instrumenten gespielt werden.

Hier sind Vorschläge für die einzelnen Klänge. Natürlich könnt ihr aber auch mit den Kindern zusammen eigene Klänge entwickeln.

Faschingsfest:
Rassel

Löwen:
Schüttelei/Schellenband

Elefant:
Tröte/Kazoo

Giraffe:
Kastagnetten

Pinguin:
Trommel

alter Fuchs:
Gitarre (evtl. selbstgebaut mit Kiste und Gummiband)

alle:
alle Instrumente spielen gleichzeitig

Faschingsfest in der Waldschule (Klanggeschichte)

Eine Klanggeschichte von Julia Krenz

Heute feiern die Tiere der Waldschule ein Faschingsfest. Alle haben sich verkleidet. Die beiden Mäuse sind heute als Löwen gekommen. Das Eichhörnchen ist ein Elefant und sein Freund, das Kaninchen, ein Pinguin. Sie alle sind schon an der Schule angekommen, als sich auch der Igel aus seinem Laubhaufen wühlt und zum Faschingsfest rennt. Er hat verschlafen und musste dann noch sein Giraffenkostüm suchen, da er nicht mehr wusste, wohin er es vor dem Winter gelegt hatte.

Als auch die Giraffe an der Schule ankommt, ist das Faschingsfest schon in vollem Gange. Die Löwen stürmen auf die Giraffe zu und geben ihr einen Nasenstüber zur Begrüßung. Der Pinguin winkt ihr zu. Er tanzt zur Musik, die der Lehrer, der alte Fuchs, aus seiner Gitarre zaubert. Und wo ist der Elefant? Der schwingt sich von Ast zu Ast und wirft Blätterkonfetti hinunter auf die Löwen, die Giraffe und den Pinguin. Selbst der alte Fuchs muss sich ein paar Blätter vom Kopf schütteln. Doch heute lächelt er nur und spielt weiter. Ein bisschen Spaß gehört zu einem guten Faschingsfest mit dazu. Und natürlich auch leckeres Essen und Spiele.

So verbringen alle eine schöne Zeit, bis der alte Fuchs irgendwann das Abschiedslied anstimmt. Das Faschingsfest ist zu Ende und alle Tiere gehen wieder nach Hause. Der Elefant hüpft leichtfüßig von Ast zu Ast und kriecht in seinen Kobel. Der Pinguin hoppelt zu seinem Bau und die beiden Löwen trippeln in die andere Richtung zu ihrem Eingangsloch. Und auch die Giraffe kuschelt sich wieder in ihren Laubhaufen. Nur der alte Fuchs ist in der Schule geblieben. Er räumt die Reste des Faschingsfestes auf und freut sich auf einen ruhigen Abend im Mondschein.